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Weg mit dem Jetlag



Otitis media - Prävention durch Antibiotika



Geistige Fitness durch Dehydroepiandrosteron?



Rasche Hilfe für die Psyche



Sport gegen Angst & Depression



Antidepressiva gegen Tinnitus



Cholezystitis: Schneiden oder warten?



Was bringt Heim-Bleechen?



Mit Bewegung gegen Kilos



Evidenz-Check Rimonabant



Beinkrämpfe: Was hilft wirklich?



Übersicht: Schlaflosigkeit im Alter



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Schwere Kopfverletzung - was ist zu tun?



Cannabis: Wege aus der Sucht



Säuglinge: Schmerzlose Stiche



Psycho-Beratung beim Hausarzt



Demenz - was hilft dem Hirn?



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Blinddarm: What`s the Evidence?



Akute Otitis media bei Kindern



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Schwangeres Schwitzen - Nutzen oder Risiko?



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Kalzium für Schwangere



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Asthma bei Erwachsenen: What's the Evidence?



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Asthma bei Erwachsenen:
What's the Evidence?

Sämtliche Agonisten & Antagonisten in Spacern, Verneblern und Infusionen wurden einer kritischen Evidenz-Prüfung unterzogen. Lesen Sie hier das Ranking der EBM-Experten für die gängigen Asthma-Therapien.

Die Prävalenz von chronischem Asthma ist hoch, die Liste der möglichen Therapien lang. Doch längst nicht alle Präparate und Verfahren haben ihre Wirksam­keit in randomisierten, doppel­blinden placebokontrollierten Studien (RCTs) unter Beweis gestellt.

EBM-Experten von Clinical Evidence haben sich der Mammut-Aufgabe gestellt, und die wissenschaftlichen Datenbanken nach Asthma-Interventionsstudien durchforstet. Ergebnis ihrer Meta-Analyse ist ein Ranking, das die Therapieoptionen nach maximalem Nutzen und minimalen Nebenwirkungen einteilt. Chronisches Asthma und akute Exazerbationen wurden getrennt beurteilt.



Chronisches Asthma
Höchste Evidenz aus RCTs und Metaanalysen fand sich für folgende Interventionen, die als sicher nützlich bei chronischem Asthma eingeschätzt werden:

  • Zugabe von lang wirksamen Beta-2-Agonisten bei Patienten mit mildem bis moderatem, persistierendem Asthma, welches mit inhalierbaren Corticosteroiden nur unzureichend kontrolliert ist.
  • Niedrig dosierte inhalierbare Corticosteroide bei mildem, persistierendem Asthma
  • Kurz wirksame inhalierbare Beta-2-Agonstien als Stand-by-Medikation zur raschen Beschwerde-Linderung bei mildem bis moderatem, persistierendem Asthma (ebenso effektiv wie regelmäßiger Gebrauch).

Nicht so viele - aber durchaus positive - Studiendaten belegen die Wirksamkeit dieser als wahrscheinlich nützlich beschriebenen Therapien:

  • Gabe von Leukotrien-Antagonisten bei Patienten mit mildem bis moderatem, persistierendem Asthma, die keine Corticosteroide inhalieren (klarer Benefit gegenüber keiner Therapie, aber ohne klare Evidenz für einen Vorteil gegenüber dem Therapiebeginn mit inhalierbaren Corticosteroiden).
  • Gabe von Theophyllin bei Patienten mit mildem bis moderatem, persistierendem Asthma, das mit inhalierbaren Corticosteroiden nur unzureichend kontrolliert werden kann.

Lediglich von unbekanntem Nutzen bei chronischem Asthma ist die zusätzliche Gabe von Leukotrien-Antagonisten zu inhalierbaren Corticosteroiden bei Patienten mit mildem bis moderatem, persistierendem Asthma. Zwei Studien hatten keinen Vorteil von Montelukast nach 16 Wochen gefunden, ein anderer RCT ergab eine Steigerung der asthmafreien Tage gegenüber Placebo.



Akutes Asthma
Bei akutem Asthma, definiert als Exazerbation eines zugrunde liegenden Asthma, das dringender Behandlung bedarf, sind folgende Sofortmaßnahmen sicher nützlich:

  • Kontrollierte Sauerstoffgabe verbessert die Lungenfunktion(28% O2 besser als 100% O2)
  • Mit gründlicher Patientenschulung werden besseres Selbstmanagement, weniger Krankenhaus-Einweisungen, weniger Arztbesuche und weniger Fehltage bei der Arbeit erreicht.
  • Inhalierbare Corticosteroide (im Vergleich mit Placebo) verhindern Rückfälle.
  • Ipratropium-Bromid zusätzlich zu Beta-2-Agonisten verbessert die Lungenfunktion und verhindert Einweisungen.
  • Kurzzeitige systemische Corticoide (7-10 Tage) reduzieren Krankenhausaufenthalte.
  • Spacer zur Applikation inhalierbarer Medikamente aus Druckbehältern wirken ebenso gut wie Vernebler.


Weniger, aber positive Evidenz bei akutem Asthma fand sich für folgende wahrscheinlich nützlichen Interventionen:

  • Zugabe von isotonischem vernebeltem Magnesium zu inhalativem Salbutamol verbessert die Lungenfunktion (im Vergleich mit vernebeltem Salzwasser).
  • Kontinuierliche Gabe kurz wirksamer Beta-2-Agonisten aus dem Vernebler (effektiver als intermittierende Gabe).
  • Intravenöses Magnesium-Sulfat bei schwerem, akutem Asthma.
  • Mechanische Ventilation bei Patienten mit schweren Exazerbationen (Evidenz aus Kohortenstudien empfiehlt die Beatmung trotz hoher assoziierter Morbidität).
  • Behandlung durch den Spezialisten (Lungenfacharzt) bringt bei Exazerbationen bessere Ergebnisse als die Therapie des Allgemeinarztes.

Tendenziell negative Studiendaten, aber noch kein endgültiger Beweis der Unwirksamkeit liegen für diese Therapien vor - wahrscheinlich nicht nützlich sind:

  • Helium-Sauerstoff-Gemisch (kein Unterschied zu Raumluft-Sauerstoff-Gemisch)
  • Intravenöse kurz wirksame Beta-2-Agonisten (nicht wirksamer als per Vernebler)

JN

Quelle: Rodolfo J, Ivan S et al: Asthma. In: Clinical Evidence, BMJ Publishing Group 2005;13:1-6.

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