Hin und wieder sind Lebensstil-Änderungen schon ausreichend, um Patienten mit mildem, intermittierenden Sodbrennen zu helfen - meist bringen aber nur Medikamente den gewünschten Erfolg. Abgesehen von Antazida für leichtere Fälle werden H2-Blocker und Protonenpumpeninhibitoren (PPI) am häufigsten eingesetzt. Cochrane-Reviewer haben die Effektivität der beiden Wirkstoffe miteinander verglichen.Insgesamt 31 qualitativ hochwertige Studien wurden in die Meta-Analyse aufgenommen. Bei der empirischen Behandlung der gastroösophagealen Reflux-Erkrankung (GERD) brachten PPI das Sodbrennen bei 63 Prozent aller Fälle zur vollständigen Remission. H2-Blocker erreichten nur bei 23 Prozent der Patienten Beschwerdefreiheit.
Im direkten Vergleich lagen die Erfolgsquoten der PPI zwischen 34 und 47 Prozent höher als die der Antihistaminika. Einige der Studien untersuchten auch Prokinetika als Vergleichsmedikation, die mit Erfolgsquoten um die 13 Prozent aber nicht an die Wirksamkeit der beiden anderen Medikationen heranreichten.
Das Fazit der Reviewer: In der empirischen Therapie der Verdachtsdiagnose GERD sind PPI - wenn auch etwas teurer - die überlegenen Medikamente.
JN
Quelle: Van Pinxteren B, Numans ME, Bonis PA et al: Short-term treatment with proton pump inhibitors, H2-receptor antagonists and prokinetics for gastro-oesophageal reflux disease-like symptoms and endoscopy negative reflux disease. In: The Cochrane Database of Systematic Reviews (3) 2006.

