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Akupunktur bei Reizdarm



Hilft Acarbose in der Diabetes-Prävention?



Weg mit dem Jetlag



Otitis media - Prävention durch Antibiotika



Geistige Fitness durch Dehydroepiandrosteron?



Rasche Hilfe für die Psyche



Sport gegen Angst & Depression



Antidepressiva gegen Tinnitus



Cholezystitis: Schneiden oder warten?



Was bringt Heim-Bleechen?



Mit Bewegung gegen Kilos



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Beinkrämpfe: Was hilft wirklich?



Übersicht: Schlaflosigkeit im Alter



CPAP: Überdruck im Schlaf



Schwere Kopfverletzung - was ist zu tun?



Cannabis: Wege aus der Sucht



Säuglinge: Schmerzlose Stiche



Psycho-Beratung beim Hausarzt



Demenz - was hilft dem Hirn?



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Blinddarm: What`s the Evidence?



Akute Otitis media bei Kindern



Nadeln gegen Nackenschmerz



Schwangeres Schwitzen - Nutzen oder Risiko?



Was bringen Mukolytika?



HWI-Antibiotika-Prophylaxe



Kalzium für Schwangere



Übersicht: Verbrennungen 1. Grades



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Fitness schützt vor Alzheimer



PPI vs. H2-Blocker bei Sodbrennen



Tramadol gegen Nervenschmerz



Antikoagulation nach TIA?



Keine Dilatation bei Bronchiolitis



Handschuhe im OP: Doppelt geschützt hält besser



Sommergrippe: Was bringt die Inhalation?



Mütterliche Allergen-Karenz gegen Atopie?



H.p.-Eradikation bei Ulcera



Opiat-Entzug in Narkose



Evidenzbasierte Entlausung



Was hilft bei Paracetamol-Überdosis?



Was bringt 5-ASA bei Colitis ulcerosa?



Auch eine Zigarette pro Tag ist zu viel!



Kurz wirksame Insulin-Analoga auf dem Prüfstand



Übelkeit in der Frühschwangerschaft



Cephalgie: Schmerzen wegen Hochdruck?



RCTs: Das Outcome hängt vom Sponsor ab



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Verstopfung - evidenzbasierte Abfuhr



Cannabis: Psychisch krank vom Kraut?



Akupunktur nach Chemotherapie



Insult: Schneller fit mit Elek-Trick



COPD-Exazerbation: Lebensretter Antibiose



Radarfalle als Unfall-Prophylaktikum



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Mundgeruch: Hilft der Zungenschrubber?



Schaufensterkrankheit: Sportstunde statt Heimtraining



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Wundinfektionen: Rasur ist nicht erforderlich



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Wirksame Hilfe bei häuslicher Gewalt



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Weisheitszähne - alles muss raus?



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Asthma bei Erwachsenen: What's the Evidence?



Rhinitis: Bei Heuschnupfen die Nase pfeffern?



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HWI-Antibiotika-Prophylaxe

Harnwegsinfektionen sind im Kindesalter häufig - bei einigen Kindern viel zu häufig. Ob sich die Langzeit-Antibiose zur HWI-Prophylaxe lohnt, untersuchte ein Cochrane-Review.

Blasen- und Nierenbecken-Ent­zündungen kommen bei Kindern regelmäßig vor. Im Alter von sie­ben Jahren haben bereits 8,4 Prozent der Mädchen und 1,4 Prozent der Buben zumindest eine Episode hinter sich. Zu den gängigen Beschwerden zählen neben der Dysurie Fieber, Abge­schlagenheit, Gewichtsabnahme, Übelkeit und Erbrechen.

Rezidivierende Harnwegsinfekte bergen das Risiko dauerhafter Nie­ren­schädigung. Bei Kindern mit hoher HWI-Frequenz wird daher häufig eine Prophylaxe-Behandlung begonnen. Ob sich die Langzeit-Antibiose bezahlt macht, hat zuletzt eine Metaanalyse der Cochrane Collabora­tion überprüft.

Acht Studien mit 618 Kindern haben die Antibiotika-Prophylaxe bislang mit Placebo verglichen. Die Behandlungsdauer lag zwischen zehn Wo­chen und zwölf Monaten. Antibiotika reduzierten dabei das Risiko einer weiteren positiven Harnkultur um 56 Prozent. Eine Studie fand, dass Nitrofurantoin innerhalb eines halben Jahres besser wirkte als Trimethoprim (Reduktion um 52 Prozent vs. 18 Prozent). Andererseits wurde die Nitrofurantoin-Behandlung dreimal häufiger wegen uner­wünschter (meist gastrointestinaler) Wirkungen abgebrochen. Eine weitere Studie zeigte eine überlegene prophylaktische Wirkung von Cefixim gegenüber Nitrofurantoin - allerdings berichteten 62 Prozent aus der Cefixim-Gruppe über Nebenwirkungen, doppelt so viele wie unter Nitrofurantoin.

Bei einer summarischen Beurteilung der Antibiotika-Prophylaxe bei Kindern tun sich die Reviewer schwer: Zwar konnte die Langzeit-Antibiose einige Infektionen verhindern, ob diese jedoch alle symp­tomatisch und behandlungsbedürftig gewesen wären, ist zweifelhaft. Eine generelle Empfehlung kann daher nicht gegeben werden. Ins­besondere fehlen Studien zur Identifikation von Kindern, die beson­ders von der Prophylaxe profitieren würden. Dauertherapie mit Nitrofurantoin ist wirksamer als Trimethoprim, aber mit mehr Nebenwirkungen verbunden.

JN

Quelle: Williams GJ, Wie L, Lee A et a.: Long-term antibiotics for preventing recurrent urinary tract infection in children. In: The Cochrane Database of Systematic Reviews (3) 2006.

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