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Geistige Fitness durch Dehydroepiandrosteron?



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Was bringt Heim-Bleechen?



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Blinddarm: What`s the Evidence?



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Mütterliche Allergen-Karenz gegen Atopie?



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Evidenzbasierte Entlausung



Was hilft bei Paracetamol-Überdosis?



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Verstopfung - evidenzbasierte Abfuhr



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Akupunktur nach Chemotherapie



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Radarfalle als Unfall-Prophylaktikum



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Asthma bei Erwachsenen: What's the Evidence?



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Was hilft bei Paracetamol-Überdosis?

Paracetamol ist als Schmerzmittel beliebt und in fast jedem Haushalt vorhanden. Entsprechend häufig sind Vergiftungen mit dem Wirkstoff. Ein Cochrane-Review fand wirksame Therapie-Optionen, konnte aber nicht alle wichtigen Fragen beantworten.

Überdosierungen mit Paraceta­mol erfolgen meist in selbstmör­derischer Absicht. In konkre­ter Gefahr ist jedoch zunächst nur die Leber der Patienten, denn Paracetamol ist in hohen Dosen hepatotoxisch.

Die Notfall-Maßnahmen zielen darauf ab, die enterale Resorp­tion der Schmerztabletten zu verringern und bereits aufgenommenes Paracetamol aus dem Blutkreislauf zu eliminieren.

Mitarbeiter der Cochrane Collaboration fanden zehn kleinere random­isierte Studien (RCTs) und 48 Beobachtungsstudien zum Thema Para­cetamol-Vergiftung in den medizinischen Datenbanken. Ihren Analysen zufolge kann die Resorption mit Aktivkohle, Magenspülungen und Ipe­cacuanha signifikant reduziert werden. Ob dies jedoch auch einen kli­nischen Benefit für den Patienten hat, ist unklar. Von den drei Erst-Maßnahmen wies Aktivkohle das günstigste Risikoprofil auf. Allerdings setzt ihre Gabe eine gewisse Compliance des Patienten voraus.

Die Gabe von N-Acetylcystein war in Studien der Behandlung mit Demercaprol und Cysteamin überlegen. Studien zum Vergleich der verschiedenen Behandlungsprotokolle mit N-Acetylcystein liegen noch nicht vor. Ein Vergleich von N-Acetylcystein und Methionin steht eben­falls noch aus. Für andere Antidote gibt es derzeit keine Evidenz.

N-Acetylcystein reduzierte die Mortalität bei Patienten mit fulminantem Leberversagen in einer Studie um 74 Prozent (OR 0,26; 95%-CI 0,09-0.94). Ebenfalls lebensrettend ist eine Lebertransplantation bei irre­versibel geschädigter Leber. Doch welche Patienten davon profitieren. ist unklar, denn Studien zu Selektionskriterien und Langzeitergebnissen fehlen. Angesichts der Häufigkeit von Paracetamol-Vergiftungen be­klagen die Cochrane-Autoren die recht magere Evidenz zum Thema. Vorliegende RCTs seien zu klein und von schlechter methodologischer Qualität. „Zu viele Fragen bleiben offen“, so ihre Bilanz.

JN

Quelle: Brok J, Buckley N, Gluud C: Interventions for paracetamol (acetaminophen) overdose. In: The Cochrane Database of Systematic Reviews (2) 2006.

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