Bei Patienten mit Claudicatio intermittens drängen Sie auf zwei Dinge: Rauchen aufhören und in Bewegung bleiben. Konnte ein rezentes Review doch zweifelsfrei nachweisen, dass Gehtraining die Strecke bis zum nächsten Schaufenster verlängern kann.Aber: Nur die Hälfte der PAVK-Patienten hält einen verordneten Übungsplan auch ein. Und selbst wenn die Patienten regelmäßig üben - ist ihr Training auch effektiv? Reviewer der Cochrane Collaboration haben jetzt getestet, ob die Teilnahme an fixen, medizinisch überwachten Trainingsprogrammen zu besseren Ergebnissen führt, als wenn die Patienten ihr Pensum selbst wählen.
Insgesamt 27 Studien haben sich bislang der Trainingstherapie bei PAVK gewidmet, aber nur acht davon untersuchten ein überwachtes Training im Vergleich zu therapietreuen Patienten im Solo-Training.
Das geführte Programm der 319 Studienteilnehmer bestand meist aus drei Einheiten pro Woche, die auf Läufbändern absolviert wurden. Zu Studienbeginn lag die schmerzfreie Gehstrecke der Probanden bei 200 Metern, nach durchschnittlich 300 Metern war die Zwangspause fällig.
Bereits nach drei Monaten zeigten sich die Erfolge der Gruppentrainings um signifikante 58 Prozent größer und ihre Teilnehmer kamen gegenüber den Einzelkämpfern um 150 Meter weiter. "Der Benefit eines überwachten Trainingsprogramms gegenüber der Standard-Intervention eines freien Trainingsplans ist klinisch relevant", sind sich die Reviewer sicher. "150 Meter mehr Wegstrecke in nur drei Monaten bedeutet für die Betroffenen einen großen Schritt zurück zur Selbstständigkeit."
JN
Quelle: Berndermacher BLW, Willigendael EM et al: Supervised exercise therapy versus non-supervised exercise therapy for intermittend claudication. In: The Cochrane Database of Systematic Reviews 2006 Issue 2.

