Der Zugriff auf die Inhalte von Clinical Evidence ist durchwegs kostenpflichtig. Übersichtlichkeit und Bedienbarkeit der Datenbank sind aber hervorragend.Der Preis für den alleinigen Zugriff auf die Datenbank (Verzicht auf gedruckte Inhalte) ist mit derzeit Euro 78,- pro Jahr wirklich günstig.
Die Kombination von IT-Zugriff und gedruckter Edition kostet hingegen knapp das Dreifache. Es besteht zwar die Möglichkeit eines zeitlich limitierten Teilzugriffes auf die Datenbank, der aber wenig ratsam ist, da sich die Kostenersparnis kaum rechnet.
Der Erwerb eines Zuganges für zwölf Monate gestaltet sich einfach, erfreulich ist die Kostenreduktion für Studenten. Das Passwort für den Internet-Zugang bekommt man binnen kurzer Zeit zugesandt. Anmeldungsablauf und Bedienbarkeit sind, wie schon erwähnt, hervorragend.
Die Inhalte von Clinical Evidence werden laufend aktualisiert. Der Umfang an Information wächst kontinuierlich, stellt aber derzeit nur einen Bruchteil der medizinischen Leitlinien-Bereiche dar. Zahlreiche Interventionen, Leiden und diagnostische Tests wurden bislang nicht systematisch untersucht, so dass vielfach keine brauchbare Information verfügbar ist.
Clinical Evidence orientiert sich an klinischen Studien, deren hoher Kostenaufwand vor allem durch die Auftragsforschung getragen werden muss. Da staatliche Stellen und nicht-kommerzielle Organisationen derzeit erheblich seltener klinische Studien finanzieren, besteht die Gefahr einer Verzerrung des Informationsangebotes in Richtung Auftragsforschung.
| Vorteil: | Übersichtlichkeit, Benutzerfreundlichkeit, günstiges Online- und Studenten-Abonnement, laufende Ergänzung der umfangreichen Datenbank. |
| Nachteil: | Viele Indikationen, Behandlungen etc. wurden bis dato keiner systematischen Prüfung unterzogen. |

